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    Zwischen Marsch und Moor − Landwirtschaft in Ostfriesland: 17.02. (Aurich)
Ostfriesische Landwirtschaft
Foto: Maren Ziegler, LHV
Die ostfriesische Landwirtschaft ist tief in der Geschichte und Landschaft der Region verwurzelt. Von den historischen Fehnkolonien, die durch Torfabbau und Moorbrandkultur entstanden, bis zur heutigen Milchwirtschaft auf fruchtbarem Grünland: die landwirtschaftliche Entwicklung von Ostfriesland ist geprägt von Anpassungsfähigkeit und Innovationsgeist. Der Vortrag ermöglicht einen Blick auf die historischen Wurzeln des ostfriesischen Agrarwesens, seine heutige Struktur und die aktuellen Herausforderungen. Dazu zählen unter anderem der Strukturwandel, ökologische Anforderungen und politische Rahmenbedingungen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Spannungsfeld zwischen traditioneller Landwirtschaft und modernen ökologischen sowie ökonomischen Ansprüchen. Der Vortrag bietet einen umfassenden Einblick in die Entwicklung der Agrikultur in Ostfriesland und lädt zur Diskussion über aktuelle landwirtschaftliche Themen ein.
 
Termin: Dienstag, 17. Februar 2026
Zeit: 10:00 bis ca. 13:00 Uhr (4 UStd.)
Ort: LHV Dienstleistungsgesellschaft mbH
Südeweg 2a, 26607 Aurich
Referent:innen: Team Landwirtschaftlicher Hauptverein Ostfriesland e.V.
Preis: 35,- €
Kursnummer: 103965

Info + Anmeldung:
Telefon: +49 (0) 4403 984 78 20
E-Mail: weser-ems@leb.de

    Meeressäuger im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer: Termin im Herbst (Norden)

Besuch Seehundstation und Nationalpark-Haus Norden-Norddeich

Seehunde, Kegelrobben und Schweinswale leben im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer unter besonderen Bedingungen. Ihre Welt ist unter anderem geprägt von ständiger Veränderung durch die Gezeiten und menschlicher Nutzung ihres Lebensraums. Artenzugehörigkeit, Fortpflanzung und Reizbarkeit sind nur drei der spannenden Bereiche, über die es in diesem Kurs Details zu erfahren gibt. Außerdem wird darüber berichtet, wie sich die Bestände der Tiere in der Vergangenheit entwickelt haben und wie deren Zukunft aussehen könnte. Dabei spielen auch Walarten, die hier zu Gast sind, und Strandungen von Walen eine Rolle. Störungen durch Tierbeobachtungen am Strand, die Auswirkung der Fischerei und das Spannungsfeld zwischen Energiewende und Meeressäugern werden genauso beleuchtet wie der Einfluss des Menschen auf die hier lebenden Arten. Mit einer Führung durch die Ausstellung der Seehundstation Nationalpark-Haus Norden-Norddeich findet die Veranstaltung ihren runden Abschluss.
 
Termin: Geplant für 20. Februar 2026, nun verschoben auf den Herbst. Wir geben den neuen Termin rechtzeitig bekannt!
Zeit: 10:00 bis ca. 18:00 Uhr (9 UStd.)
Ort: Seehundstation und Nationalpark-Haus Norden-Norddeich
Dörper Weg 24, 26506 Norden-Norddeich
Referentin: Dr. Thea Hamm | Meeresökologin
Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer
Referent: André Marliani | Koordination Veranstaltungen und Umweltbildung
Seehundstation und Nationalpark-Haus Norden-Norddeich
Preis: 98,- € Kursnummer: 103975
 
Info + Anmeldung:
Telefon: +49 (0) 4403 984 78 20
E-Mail: weser-ems@leb.de
    Von der Marsch zur Geest: 27.02. (Oldenburg)

Natur und Landschaft rund um Oldenburg Schwerpunkt: Naturpark Wildeshauser Geest

Foto: Jörg Guhn
Die Gegend um Oldenburg herum ist sehr abwechslungsreich: Bach- und Flussläufe durchziehen die leicht hügelige Landschaft. Zwischen den landwirtschaftlich genutzten Flächen, die an vielen Stellen noch von alten Wallhecken umsäumt sind, prägen Wälder, Moore und vereinzelt auch Sanddünen und Heideflächen die Region. Alleen, Mühlen und archäologische Denkmäler setzen zudem kulturelle Akzente - und im Nordwesten beginnt bereits an der Stadtgrenze das nahezu erhebungsfreie Marschland.
Gemeinsam haben alle diese Landschaften, dass sie hervorragend geeignet sind für Ausflüge zu Fuß oder mit dem Rad. Erfahren Sie mehr dazu, wie die Landschaft entstanden ist und was sie im Besonderen auszeichnet, um Gästen Tipps für Ausflüge zu geben oder sogar selbst Führungen ins Umland anzubieten.
 
Termin: Freitag, 27. Februar 2026
Zeit: 9:30 bis ca. 12:45 Uhr (4 UStd.)
Ort: LEB Bildungszentrum
Kaiserstr. 29, 26122 Oldenburg
Referent: Jonas Marhoff | Naturpark Wildeshauser Geest
Preis: 35,- €
Kursnummer: 103976

Info + Anmeldung:
Telefon: +49 (0) 4403 984 78 20
E-Mail: weser-ems@leb.de

    Der Oldenburger Getrudenkirchhof: 27.02. (Oldenburg)
Mitten in der Stadt Oldenburg gelegen, ist der Gertrudenkirchhof ein Ort, an dem oldenburgische Geschichte sowie oldenburgische Kunst- und Kulturgeschichte verdichtet erfahrbar werden. Hier wurden Persönlichkeiten bestattet, die das oldenburgische Kulturleben und die Politik maßgeblich geprägt haben. Allerdings sind nicht nur die klassizistischen Denkmäler auf dem Friedhof kunsthistorisch von Bedeutung. Auf dem Gertrudenkirchhof steht mit der gotischen Gertrudenkapelle das einzige vollständig erhaltene mittelalterliche Bauwerk im Oldenburger Stadtgebiet, und die spätmittelalterliche Kirchhofsinschrift „o ewich is so lanck“ hat sogar Literaturgeschichte geschrieben. Schließlich steht mit dem herzoglichen Mausoleum das erste klassizistische Gebäude Oldenburgs auf dem Gertrudenkirchhof (keine Innenbesichtigung möglich).
 
Termin: Freitag, 27. Februar 2026
Zeit: 13:30 bis ca. 16:45 Uhr (4 UStd.)
Ort: LEB Bildungszentrum
Kaiserstr. 29, 26122 Odenburg
Referent: Dr. Jörgen Welp | Oldenburgische Landschaft
Preis: 35,- €
Kursnummer: 103977

Info + Anmeldung:
Telefon: +49 (0) 4403 984 78 20
E-Mail: weser-ems@leb.de

    Oldenburger Grauen: Dunkle Vergangenheit der Gedenkstätte Wehnen: 28.02. (Bad Zwischenahn)
Foto: Gedenkstätte Wehnen
Bereits Jahre bevor Adolf Hitler 1939 den Befehl gab, Behinderten und Geisteskranken den „Gnadentod“ zu geben, begann im Land Oldenburg der Krankenmord. Durch rücksichtslose Einsparung von Pflegekosten starben in der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen Hunderte von Patient:innen den qualvollen Hungertod. Nutznießer war der damalige Landesfürsorgeverband Oldenburg, der die Anstalten und Heime im Land verwaltete. Er schuf sich ein Millionenvermögen. In der Gedenkstätte Wehnen werden die Krankenmorde und andere Medizinverbrechen dargestellt, die im Land Oldenburg verübt wurden. Hintergründe werden erläutert − wie zur „Rassenhygiene“, einer weit verbreiteten Überzeugung im Nationalsozialismus, dass sich das „deutsche Volk“ durch Zwangssterilisation und Krankenmord „aufarten“ muss. Die Gedenkstätte im Gebäude der ehemaligen Pathologie ist eine Gründung von Angehörigen der Ermordeten. Bis heute ist sie Anlauf- und Auskunftsstelle für die betroffenen Familien.
 
Termin: Samstag, 28. Februar 2026
Zeit: 13:30 bis ca. 16:45 Uhr (4 UStd.)
Ort: Gedenkstätte Wehnen
Hermann-Ehlers-Straße 7, 26160 Bad Zwischenahn
Referent: Dr. Ingo Harms | Medizinhistoriker
Preis: 39,- €
Kursnummer: 103978
 
Info + Anmeldung:
Telefon: +49 (0) 4403 984 78 20
E-Mail:   weser-ems@leb.de
    Naturangebote konzipieren für Menschen mit Demenz: 19.+20.03. (Wangerland)

Zweitägige Fortbildung für Natur-, Landschafts- und Gästeführende

Natur tut gut: Sie entspannt, aktiviert, verbindet und macht glücklich. Insbesondere für Menschen mit einer Demenzerkrankung kann sie eine wertvolle Ressource darstellen, da sie stärkt ohne zu überfordern. Aktuell leben in Deutschland mehr als 1,8 Millionen Menschen mit dieser Beeinträchtigung, Tendenz stetig steigend. Das Erleben von Pflanzen, Tieren und Ökosystemen kann jedoch das Wohlbefinden der Betroffenen ganzheitlich verbessern und ihnen ein hohes Maß an Lebensfreude schenken. Mittlerweile ist vielfach wissenschaftlich belegt, dass Naturerlebnisse u.a. alle Sinne anregen, die Stimmung steigern, Unruhe und Ängste mindern, den Schlaf-Wach-Rhythmus stabilisieren, geistige Fähigkeiten stärken, die Mobilität erhalten und die gesellschaftliche Teilhabe fördern. In diesem zweitägigen Seminar erfahren die Teilnehmenden in Theorie und Praxis, wie die Natur auf den menschlichen Organismus wirkt, was die wohltuenden Effekte für Menschen mit einer Demenz bedeuten und worauf bei der Planung und Umsetzung von demenzsensiblen Naturangeboten zu achten ist. Das Angebot befähigt, eigene Naturangebote für diese Zielgruppe zu gestalten und so einen wichtigen Beitrag zur Inklusion in der entsprechenden Region zu leisten.
 
Termin: Donnerstag, 19. und Freitag, 20. März 2026
Zeit: jeweils 9:00 bis ca. 16:30 Uhr (18 UStd.)
Ort: Jugendherberge Schillighörn
Inselstraße 6, 26434 Wangerland
Referentin: Dorit Behrens | stadtauswärts, Expertin für naturgestützte Gesundheitsförderung
für Menschen mit Demenz
Preis: 199,- € (Die Mittagsverpflegung ist im Preis inbegriffen)
Kursnummer: 103981

Info + Anmeldung:
Telefon: +49 (0) 4403 984 78 20
E-Mail:  weser-ems@leb.de

    Who is Who? Oldenburger Köpfe erzählen Geschichte(n): 27.03. (Oldenburg)
In Grünanlagen, auf Plätzen und an Gebäuden sind sie aufgestellt. Oftmals gehen wir achtlos an ihnen vorbei oder zucken nur mit den Schultern, weil wir sie womöglich nicht sofort zuordnen können. Auf einem Stadtrundgang werden die Plastiken, Statuen und Abbildungen „Oldenburger Köpfe“ einmal genauer angesehen, und es wird hingehört, welche Geschichten diese Persönlichkeiten aus ihrem Leben erzählen können. Geschichten, die immer auch Oldenburger Zeitgeschichte widerspiegeln.
 
Termin: Freitag, 27. März 2026
Zeit: 15:00 bis 18:15 Uhr (4 UStd.); Treffpunkt auf dem Oldenburger Schlossplatz - Alte Wache
Referentin: Dipl. Päd. Katharina v. Stralendorff, Gästeführerin und Kommunikationstrainerin
Preis: 39,- €

Info + Anmeldung:
Tel.: +49 (0) 4403 984 78 20 oder E-Mail: weser-ems@leb.de

    Bericht: Nationalpark-Jahrestreffen im ostfriesischen Bensersiel

Nationalparkführende kommen in Küstenort zusammen

Anfang Dezember haben sich rund 30 Nationalpark-Führer:innen im Strandportal Bensersiel zum gemeinsamen Austausch getroffen. In verschiedenen Runden sprachen die Guides über Führungen und Erfahrungen der Saison und geeignete Schulungen und Ideen für das kommende Jahr.

Im Vorfeld stand eine Besichtigung des neuen Nationalpark-Hauses „Wattenhuus“ auf dem Tagesprogramm. Nach Grußworten von Astrid Martin (Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer) und LEB-Regionalleiterin Dr. Natalie Geerlings, bereicherten zwei Vorträge den Tag des Zusammenkommens.

Zunächst referierte Dr. Ines Bruns vom Niedersächsischen Institut für Küstenforschung über „Geologie unter den Füßen: Sedimente und Prozesse in einer dynamischen Küstenlandschaft“. Alle folgten interessiert den Ausführungen zur geologischen Geschichte und zu den Ergebnissen aus der Forschung über den heutigen Zustand der niedersächsischen Küste. Die anschaulich dargestellten Zukunftsszenarien, welche sich nach heutigen Erkenntnissen ergeben, versprechen zukünftig einen angeregten Austausch zwischen Guides und Gästen.

Anschließend warf Florian Carius (Nationalparkverwaltung) einen Blick auf das kommende Jubiläumsjahr des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Er schilderte unter anderem, welche Wirkung der Nationalpark in den vergangen Jahrzehnten hatte und wie man diese Ergebnisse 2026 in Szene setzen möchte.

    Vorschau 2026: „Die Pflanzen der Salzwiese": 20.06. (Sehestedt)
Foto einer Salzwiese

In Sehestedt wird es um die verschiedenen Pflanzenarten der Salzwiese gehen und deren praktische Erkennung im Gelände.

Die Pflanzenwelt des Wattenmeeres ist eine besondere, da sie sich auf spezielle Standortbedingungen eingestellt hat. Die unterschiedlichen Anpassungen der Pflanzen an einen extremen, weil stark salzhaltigen Lebensraum stehen deswegen im Fokus des Seminars, in dem auch die charakteristische Zonierung Thema sein wird. Vorgestellt werden außerdem praxisgerechte Materialien und Veranstaltungsmodule, die in der Abteilung Biologie-Didaktik der Universität Oldenburg entwickelt wurden. Dazu gehört auch eine Bestimmungsscheibe, mit der auch Laien schnell zu Artenkenntnissen gelangen, die sich an verschiedenen Merkmalen der Pflanzen orientieren.

Nicht zuletzt wird die Bedeutung der Salzwiesen im Küstenschutz verdeutlicht, insbesondere im Kontext eines zunehmenden Meeresspiegelanstiegs. Die Salzwiese ist nicht nur dadurch ein Thema der Bildung zur nachhaltigen Entwicklung (BNE). Kleine Geschichten zur früheren und heutigen Verwendung der Salzwiesenpflanzen runden den Vortrag ab.

Termin: 20. Juni 2026
Zeit: 10:00 – ca. 17:00 (6 Ustd.)
Ort: Nationalpark-Erlebnisstation Sehestedt / Watterlebnis Sehestedt, 26349 Jade-Sehestedt
Referent:in: Anja Wübben (Universität Oldenburg), Rüdiger von Lemm (Nationalpark-Erlebnisstation)
Hinweis: Für den Besuch der Salzwiese sind matschfeste Schuhe erforderlich

Info + Anmeldung:
Tel.: +49 (0) 4403 984 78 20 oder E-Mail: weser-ems@leb.de

    Das gesamte Fortbildungsprogramm 2025/2026


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe am Tourismus Interessierte,
liebe Gäste- und Nationalparkführer:innen,

auch in diesem Jahr freuen wir uns, Ihnen unser neues Fortbildungsprogramm präsentieren zu dürfen. Mit großer Sorgfalt haben wir einen abwechslungsreichen und interessanten Katalog zusammengestellt, der sowohl bewährte Dauerthemen als auch neue Impulse abdeckt.


Seit längerer Zeit ist es erstmalig wieder möglich, eine ganze Zertifizierung zum „Gästeführen mit Stern“ (Seite 9) zu buchen: In der Stadt Oldenburg bieten wir in Zusammenarbeit mit vielen unterschiedlichen Akteur:innen einen Kurs mit 135 Unterrichtsstunden an. Allen Beteiligten dafür bereits an dieser Stelle einen herzlichen Dank.

Das Projekt „Licht aus!“ (Seite 16) ist erfolgreich durch das erste Jahr gekommen und wir freuen uns, auch für diesen Herbst eine neue Schulung „Dark Sky-Guide“ anbieten zu können. Dank der Förderung durch die Klaus Tschira Stiftung können wir das immer noch oft unbekannte Thema der Lichtverschmutzung weiter stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken. Wir laden alle Interessierten herzlich ein, die Tour unseres „Tiny Obs“ durch die Region zu begleiten und an den verschiedenen Veranstaltungen zu diesem Thema teilzunehmen.

Unser Programm bietet außerdem nunmehr die letzten durch Erasmus+ geförderten Bildungsreisen (Seite 15) ins europäische Ausland an, die für alle zertifizierten Gäste- und Nationalparkführenden nahezu kostenfrei sind. Also schnell buchen, die Plätze sind endlich!

Wie immer freuen wir uns über Ihre Rückmeldungen zum Programm. Ihre Anmeldungen, Anregungen, Wünsche und Ideen sind uns herzlich willkommen.

Ihr Team der LEB Weser-Ems/Nord

Hinweis: In gedruckter Form ist das Programm in Kürze auch bei den bekannten Touristinfos und Nationalpark-Häusern erhältlich. Auf Wunsch versenden wir auch direkt zu Ihnen nach Hause. Schreiben Sie einfach eine E-Mail an weser-ems@leb.de.

 

Bitte denken Sie für eine Teilnahme an unseren Seminaren an eine unterschriebene Datenschutzerklärung, zu finden unter Formulare.